Daniel Blake

von yoktomedia.eu

Tscheljabinsk, Majak, Karatschai-See – das zweite Tschernobyl

Verfasst von Blake am 21. November 2009

26. April 1986 – Europa aufgeschreckt

Die, die es miterlebt haben, wissen sofort, worum es geht –  alle anderen haben YouTube. Am 26. April 1986 gab es einen schweren Unfall im Reaktorblock 4 des Tschernobyl-Reaktors bei Prypjat. Doch es gab schon viel früher ein viel schlimmeres Ereignis, welches die Umwelt weitaus höher belastet hat und heute der am meisten radioaktiv verseuchte Ort auf der Erde ist: Tscheljabinsk.

Geografische Lage

Der Majak-Komplex liegt in der Oblast Tscheljabinsk. Majak steht russisch für „Leuchtturm“. Früher trug dieser Ort den Decknamen „Tscheljabinsk-40″, später „Tscheljabinsk-65″. Ortschaften in der Nähe sind unter anderem die geschlossene Stadt Osjorsk (russ.: Stadt am See) und Kyschtym. Majak befindet sich innerhalb der Sperrzone von Osjorsk. Diese Stadt sowie die Anlage waren Jahrzehnte wie viele andere geschlossene Städte der Sowjetunion auf keiner Landkarte verzeichnet. Die Gesamtfläche des Majak-Geländes beträgt 90 km².

Entstehung

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Sowjetunion klar, dass sie schnell in den Besitz von Atomwaffen gelangen musste. So entstand im Eiltempo zwischen 1945 und 1948 die Majak-Anlage. Am 19. Juni 1948 ging dort der erste Reaktor der Sowjetunion in Betrieb.  In diesem frühen Zeitraum wurden bis zu 25000 Menschen vor Ort beschäftigt. Die Anlage trug damals den Codenamen „Tscheljabinsk-40″. Der größte Teil des Komplexes wurde dabei unterirdisch errichtet. Die Anlage wurde dann mit insgesamt fünf Reaktoren, die im Laufe der Jahre gebaut wurden, zur Herstellung waffenfähigen Plutoniums benutzt. Später erfolgte dann auch die Weiterverarbeitung und Aufbereitung radioaktiven Abfalls.

29. September 1957

Auf dem Majak-Gelände befanden sich zu der Zeit mehrere Tanks, die zur Lagerung von bei der Aufbereitung entstehenden Rückständen benutzt worden. Diese Tanks müssen aufgrund der radioaktiven Wärme ständig gekühlt werden. In der Kühleitung dieser 250m³-Tanks gab es 1956 ein Leck, wodurch die Inhalte eines Tanks austrockneten. Dadurch enstanden Nitritsalze im Tank und am 29.09.1957 explodierten diese. Es kam also zu einer chemischen Reaktion. Der enthaltene radioaktive Inhalt wurde lediglich mit herausgeschleudert. Eine Radioaktivität von mindestens 400 PBq wurde über 20000 km² verteilt, die hier freigesetzte Radioaktivität liegt damit auf dem Tschernobyl-Level. 90% der Radioaktivität verblieb auf dem Betriebsgelände, 10% wurde nordöstlich bis zu 400 km verteilt (Ostural-Spur). Die Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse ordnet den Unfall als INES-6 ein, also die zweithöchste Katastrophe. Tschernobyl wurde hingegen als einziges Ereignis als INES-7 eingestuft.

Dadurch, dass die Verseuchung nur lokal bzw. östlich des Urals stattfand, blieb dieser Vorfall über viele Jahre geheim. Am 01. Mai 1960 wurde der US-amerikanische Pilot Francis Gary Powers in der Nähe vom heutigen Jekaterinburg von einer sowjetischen S-75 Dvina Boden-Luft-Rakete abgeschossen und gefangen genommen. Er überflog mit dem Spionageflugzeug U-2 Dragon Lady mehrere für die USA interessante Orte in der Sowjetunion. Als einer der letzten Punkte stand die Majak-Anlage auf seinem Plan. Durch Triebwerkprobleme musste er jedoch tiefer fliegen und kam so in die Reichweite von sowjetischen Luftabwehrraketen. Ziel bei Majak war das Fotografieren der Majak-Anlage mit Wärmebildkameras. Dadurch kann die Leistung von Reaktoren und so der ungefähre Ausstoß waffenfähigen Materials berechnet werden.

Durch den sowjetischen Dissidenten und Journalisten Schores Alexandrowitsch Medwedew kamen 1976 erste Informationen über den Majak-Vorfall an die Öffentlichkeit. Doch Medwedew behauptete, dass es eine atomare Explosion gewesen sei. Da die Ausbreitung und andere Faktoren dagegen sprachen, wurde im von westlichen Wissenschaftlern nicht geglaubt, wodurch sich niemand dafür richtig interessierte. Medwedew vermutete dahinter auch, dass die westliche Welt den Bau atomarer Anlagen weniger gefährlich aussehen lassen wollte. Des Weiteren behauptete er, dass die CIA schon viel früher von dem Vorfall wusste. 1979 erschien ein Buch von ihm, 1989 gab die sowjetische Führung offiziell den Vorfall zu. Er wurde als Kyschtym-Unfall bekannt, da Osjorsk, was wesentlich näher liegt, erst 2001 auf Landkarten erschien.

Karatschai-See

Der in der Nähe von Kyschtym befindliche Karatschai-See ist laut einem Bericht des Worldwatch Institutes der am stärksten verschmutzte Ort der Welt. Ab 1951 lagerte die Sowjetunion direkt im See radioaktive Abfälle, nachdem man von 1949 bis 1956 den Abfall nur im Tetscha-Flusssystem entsorgte. Der Karatschai-See wurde gewählt, da er keine oberirdischen Abläufe besaß. 1953 begann man dann mit der Lagerung in Tanks. In den sechziger Jahren begann der See auszutrocknen. 1951 betrug die Fläche noch 0,5km², 1993 nur 0,15km². 1968 gab es eine Dürre, wodurch Radioaktivität aus dem See weit verteilt wurde, die dem Hiroshima-Niveau entspricht. 1978-1986 wurde der See vollständig betoniert und abgedeckt. Am Ufer existiert eine Strahlung von bis zu 600 R/h (Röntgen pro Stunde), was ungeschützt nach einer Stunde tödlich ist. Zukünftig geht man davon aus, dass das Grundwasser die Strahlung in den Ob und Tetscha leitet und es den Arktischen Ozean erreicht.

Weitere Vorfälle bei der Majak-Anlage nach 1957

Am 25. Oktober 2007 lief radioaktive Flüssigkeit aus einem Tank ca. 1,5km auf einer Straße entlang. Der Boden wurde abgetragen und versiegelt. Umweltschäden soll es laut der russischen Regierung nicht geben.

Fazit

Das Gebiet um die Majak-Anlage ist der heute am stärksten radioaktiv verseuchte Ort auf der Welt. Die Wirkungen auf die Umwelt sind viel zu wenig erforscht worden und eine öffentliche Wahrnehmung fehlt. Fast jeder kennt den Tschernobyl-Vorfall, kaum jemand den Majak-Vorfall. Das liegt vor allem daran, dass Europa nicht betroffen ist.

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Call of Duty: Modern Warfare 2 – Teil 3b: SpecOps- und Multiplayer-Test und Fazit

Verfasst von Blake am 14. November 2009

Hauptmenü

SpecOps (Spezialeinheit)

Der SpecOps-Modus ermöglicht es Spielern zu zweit oder alleine gegen die KI zu spielen. Dabei müssen 23 teils unterschiedliche Einsätze mit steigender Schwierigkeit erledigt werden. Die Mission sind ein Alfa-Echo aufgeteilt. Man kann die Missionen jeweils in 3 unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen spielen und bekommt so 1-3 Sterne pro erfolgreichem Einsatz. Insgesamt kann man so also 69 Sterne sammeln.

SpecOps Mission

Während Alfa-Delta Missionen noch relativ einfach auf Veteran spielbar sind, können die drei Echo-Missionen nur extrem schwer geschafft werden. Dort tritt man gegen so genannte Juggernauts an, die durch Ganzkörperpanzerung fast immun gegen Beschuss sind. In einer Mission muss man sogar 10 Juggernauts nur mit Sprengsätzen und Messer ausschalten, teils mehrere auf einmal.

SpecOps-Echo-Missionen

Insgesamt ist der SpecOps Modus zwar interessant, aber erst zu leicht, dann zu schwer. Dadurch, dass die Missionen ziemlich linear durchspielbar sind und sich im Inhalt nichts ändert ist auch ein Mehrspielwert relativ gering.

Englische Liste der SpecOps-Missionen:

ALPHA
The Pit
Sniper Fi
O Cristo Redentor
Evasion
Suspension

BRAVO
Overwatch
Body Count
Bomb Squad
Race
Big Brother

CHARLIE
Hidden
Breach and Clear
Time Trial
Homeland Security
Snatch & Grab

DELTA
Wardriving
Wreckage
Acceptable Losses
Terminal
Estate Takedown

ECHO
Wetwork
High Explosive
Armor Piercing

Erfolgreiche SpecOps-Mission

Multiplayer

Call of Duty: Modern Warfare 2 werden sich viele auch wegen dem Multiplayer-Part geholt haben und die Welt hat diesen auch kritisch in den letzten Monaten wörtlich zerrissen. Es gibt dort viele Vor- und Nachteile.

Vorteile:

  • neue Waffen, die bis zu zwei Attachments tragen können
  • Perks können nun auch ausgebaut werden
  • es können nun individuelle Embleme und Titel ausgewählt werden, die man sich selbst freispielt
  • da Steam direkt eingebunden ist, kann man seine Freunde einfach in Gruppen einladen, um so online zusammen zu spielen

Nachteile:

  • es dauert nun sehr lang Level aufzusteigen (maximal bis Level 70, danach noch ein Prestige-Modus, den man 10x bis Level 70 ausbaut, also 770 Level!!!)
  • da der Host nun immer mitspielt und es keine Server mehr wie in CoD:MW gibt, kommt es häufig zu Host-Migrationen, also Unterbrechungen des Spiels
  • Ping-Werte kann man nun nicht mehr beeinflussen, so können Spieler mit schlechten Pings auf dem Server sein
  • Cheater können nicht gekickt / gebannt werden, da sich ja kein Admin auf dem Server befindet
  • da es keine Server mehr gibt, kommt man immer wieder mit anderen Leuten zusammen. Es ist also alles unpersönlicher geworden

An sich macht der neue Multiplayer-Part Spaß, aber die Nachteile sind zum Teil gravierend und dämpfen die Stimmung ab und an.

Fazit

Gesamt betrachtet ist Call of Duty: Modern Warfare 2 ein Spiel mit Stärken aber auch einigen Schwächen. Der Singleplayer ist zwar gut inszeniert und spannend, die Story und Spielzeit aber ungenügend. SpecOps-Missionen sind zwar abwechslungsreich und machen Spaß, zum Schluss aber extrem schwer und nochmal spielen will man sie dann auch nicht. Der Multiplayer-Part hat zwar viele neue tolle Sachen, häufige Spielunterbrechungen oder gar Rauswurf, weil die Verbindung zum Host verloren gegangen ist, dämpfen den Spaß doch. Das man 770 Level zurücklegen muss, um Prestige 10 zu bekommen dürfte für viele ermüdend sein, da alle 70 Level alles bis auf Titel und Embleme zurückgesetzt wird. Ich denke, CoD: MW2 wäre ohne diese negativ Punkte absolut für Ego- und Taktikshooter-Fans ein Muss. Vielleicht beheben Patches noch diese schlechte Seite. Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass laut Infinity Ward Download-Inhalte erscheinen sollen und ein Modern Warfare 3 dürfte auch noch kommen.

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Sicherheitsrisiko Administratorkonto bei Windows XP

Verfasst von Blake am 12. November 2009

Da hat man seinen PC zwei Wochen nicht benutzt und das Passwort fällt einem nicht mehr ein. Mit der folgenden Anleitung kann man das Windows XP-Passwort in den meisten Fällen zurücksetzen. Sollte von Ur-XP bis SP3 funktionieren.

  1. Starte deinen PC oder starte ihn neu.
  2. Drücke von Anfang an F8 bis ein Auswahlmenü vor dem eigentlichen Windows Start erscheint, indem als erstes die Punkte „Abgesicherter Modus“ erscheinen.
  3. Wähle im „Abgesicherten Modus starten“ und bestätige zweimal mit ENTER.
  4. Nun sollten zwei Benutzerkonten auftauchen. Dein eigenes und das „Administrator“-Konto. Klicke auf das „Administrator“-Konto. In den meisten Fällen sollte man nun eingeloggt werden. Ist dies nicht der Fall und wird nach einem Passwort gefragt, funktionieren die weiteren Schritte natürlich nur, wenn dies auch bekannt ist.
  5. Wenn du auf dem Desktop angelangt bist, sollte in allen Ecken der Text „Abgesicherter Modus“ stehen. Wähle nun „Ausführen“ aus dem Startmenü.
  6. Gib „control userpasswords2″ ein und bestätige mit ENTER. Ein Dialog, welcher alle Benutzerkonten (meistens drei) anzeigt, sollte sich öffnen.
  7. Wähle dein Konto aus, klicke auf Kennwort zurücksetzen und wähle ein neues oder keins.
  8. Starte deinen PC ganz normal neu.

Wichtig: Die hier beschriebene Methode stellt evtl. eine Sicherheitslücke in Ihrem Windows XP-System dar. Diese solltest du unbedingt schließen, indem du dem Administrator-Konto ein Passwort zuweist!

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Windows 7 – Erweiterung der Testzeit

Verfasst von Blake am 12. November 2009

Seit Windows Vista ist es möglich, Microsoft-Produkte ohne Key zu installieren und so 30 Tage zu testen. Mit dem folgendem einfachen Trick lässt sich aber der Testzeitraum verlängern. Dies sogar dreimal, womit eine Testzeit von 120 Tagen möglich wird.

  1. Installiere Microsoft Windows 7 ohne Produkt-Key
  2. Warte, bis der Testzeitraum 1 Tag erreicht (früher geht auch, aber der Testzeitraum wird nicht voll genutzt)
  3. Gib im Startmenü „cmd“ ein, rechtsklicke auf „cmd.exe“, dann „Als Administrator ausführen…“
  4. Gib folgendes ein und bestätige mit ENTER: slmgr –rearm
  5. Starte Windows 7 neu und es sollte wieder ein Testzeitraum von 30 Tagen beginnen.

Wichtig: Es kann zu Fehlermeldungen und Error-Anzeigen kommen, diese einfach ignorieren.

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